
Die Lage der Hochstätt ist einer der östlichen Stadtteile Mannheims in landwirtschaftlicher Umgebung zwischen der Autobahn A 656 (Mannheim–Heidelberg) und dem Rangierbahnhof Mannheim. Die Wohnbebauung liegt südlich des Autobahnkreuzes Mannheim unweit der A 6. Die westliche Stadtteilgrenze bildet die B 38a.
Durch die umgebenden, landwirtschaftlich genutzten Flächen blieb der Stadtteil relativ klein und überschaubar. Das traditionelle Arbeiterviertel auf der Hochstätt hat im Vergleich zur Gesamtstadt eine relativ junge Bevölkerung. In 36 % der Haushalte leben Kinder. Prägend für die Hochstätt ist zudem der hohe Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund. Hier leben Menschen aus 66 Nationen zusammen, die das soziale Leben im Stadtteil prägen.
Das Quartiermanagement Hochstätt versteht sich als Stimme des Stadtteils und seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Es möchte zu einer positiven, nachhaltigen Entwicklung des Quartiers beitragen, Begegnungen zwischen den vielfältigen Menschen im Stadtteil fördern und die unterschiedlichen Initiativen und Akteure in ihrem Engagement unterstützen.
Das Handlungskonzept des Quartiermanagements orientiert sich an den strategischen Zielen der Stadt Mannheim. Durch seine Umsetzung sollen der soziale Zusammenhalt gestärkt, die Lebensqualität verbessert, Bildungschancen gerechter verteilt und die soziale wie kulturelle Teilhabe aller Menschen im Quartier gesichert werden.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Unterstützung des bestehenden bürgerschaftlichen Engagements – etwa der Interessengemeinschaft Hochstätt – sowie auf dem Ausbau und der Pflege von Netzwerken. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit städtischen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen ebenso wichtig wie der Austausch mit Politik, Verwaltung und lokalem Gewerbe.
Im Mittelpunkt der Quartiersarbeit steht stets die aktive Beteiligung der Bewohnerschaft. Sie sollen nicht nur mitreden, sondern aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils mitwirken. Denn sie sind die besten Kennerinnen und Kenner ihres Quartiers – und ihre Erfahrungen, Wünsche und Haltungen bilden die Grundlage für eine lebendige und zukunftsfähige Stadtteilentwicklung.
Die Geschichte der Hochstätt gehört zu den ältesten besiedelten Orten der Umgebung. Der Name des Stadtteils ist wohl auf „hohe Stätte“ oder „hohes Ufer“ zurückzuführen. Schon in der Steinzeit wohnten hier die ersten Menschen und auch die Römer siedelten auf der Hochstätt. Da zu dieser Zeit der Neckar, der über die Jahrhunderte öfter seinen Lauf änderte, noch an der Hochstätt vorbeifloss, war sie aufgrund des Handelseinkommens eine reiche Siedlung.
Nachdem die Gegend zwei Jahrhunderte gänzlich unbesiedelt war, wurde 1876 an der vorbeiführenden Eisenbahnstrecke im südlichen Teil der Hochstätt „Die Station“ gebaut. Diese hatte im Jahr 1880 gerade einmal 20 Einwohner. Nach 1900 wurden jedoch vermehrt Wohnungen für Bahnangestellte gebaut. In den 1960er Jahren wuchs der Stadtteil dann durch intensive 3-4 geschossige Miethausbebauungen, vor allem durch die GBG, rasant.